1. Juni 2014

Zu Gast beim bloggenden Bahner: Lukas Kösterke (Fahrdienstleiter)

Zu Gast beim bloggenden Bahner: Lukas Kösterke (Fahrdienstleiter)

Bezüglich der Ausbildung bei der Deutschen Bahn habe ich mit meinem Kollegen Lukas Kösterke das erste Interview meiner Serie “Zu Gast beim bloggenden Bahner” geführt. Fragen rund um die Ausbildung hat er für euch beantwortet. Viel Spaß.

Guten Tag Lukas, stellt dich meinen Lesern doch einmal kurz vor!

Hallo, mein Name ist Lukas Kösterke und ich bin 22 Jahre alt. Nach meinem Abitur und einem Freiwilligen sozialen Jahr („FSJ“), das ich in einer Gruppe für Schädelhirntraumapatienten absolviert habe, begann ich die zweijährige Ausbildung zum Eisenbahner im Betriebsdienst Fachrichtung Fahrweg bei der DB Netz AG. Ich spiele gerne Klavier und treibe darüber hinaus leidenschaftlich gerne Sport. 

Was genau machst du in der Ausbildung?

Die Ausbildung gibt einen tiefen Einblick in den betrieblichen Teil des Eisenbahngeschäftes.
In der ersten Hälfte der Ausbildung, spielen grundlegende Dinge, wie zum Beispiel der Rangierbetrieb und Fahrzeugtechnik eine Rolle. Wir lernen dabei unter anderem, wie ein Zug für die bevorstehende Fahrt “vorbereitet” wird.

In der zweiten Ausbildungshälfte geht es dann ins eingemachte. Der richtige Umgang in Stresssituationen und die Leitung des Fahrdienstes bei Abweichungen vom Regelbetrieb und Störungen stehen hier im Vordergrund. Des weiteren erhalten wir eine Schulung auf der neuesten und fortschrittlichsten Stellwerkstechnik und werden darüber hinaus auf die bevorstehende Prüfung vorbereitet.

Wie gefiel dir deine Ausbildung?

Ich habe viel neues gelernt und einen tiefen Einblick sowohl in den Betrieb, als auch in die Technik bekommen. Die Ausbildung war sehr abwechslungsreich gestaltet: Im stetigen Wechsel besuchten wir die innerbetrieblichen Seminare, erworben darüber hinaus noch allgemein bildende Kenntnisse in der Berufsschule und lernten schließlich den Bahnbetrieb Haut nah und in der ersten Reihe auf dem Stellwerk kennen.

Macht dir die Tätigkeit Spaß? 

Jeder Tag ist irgendwie anders und doch gleich!
Das soll heißen, dass die Tätigkeit zwar jeden Tag die gleiche ist, jedoch kein Tag dem anderen gleicht. Der Bahnbetrieb läuft wie ein Uhrwerk, in dem jeder einzelne sich auf den anderen verlassen muss. Wir stellen dabei so zu sagen als Zahnrad einen wichtigen Bestandteil dar. Dies sorgt Tag für Tag für viel Abwechslung in unserem Beruf und macht Spaß.

Machst du in deiner Freizeit etwas unabhängig von der Bahn?

Ja. Durch viel Sport versuche ich mich außerhalb der Arbeit fit zu halten. Ich mache leidenschaftlich gerne Judo und gehe darüber hinaus sehr gerne Joggen.
Seit über 10 Jahren spiele ich Klavier und finde durch die Musik immer zu meinem inneren Ruhepol.

Was hast du nach deiner Ausbildung vor?

Die Bahn bietet mir als großes Unternehmen die Möglichkeit, mit genügend Engagement meinerseits, sich in viele unterschiedliche Richtungen zu entwickeln. Das bietet mir die Möglichkeit, in Form einer Weiterbildung oder eines Studiums mich weiter zu entwickeln und höhere Qualifikationen zu erreichen. Ich möchte ebenfalls den Weg gehen und mich erst über eine Weiterbildung, später dann über ein Studium weiter zu qualifizieren.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg für deine Zukunft!

Tim Grams
Der bloggende Bahner – Für mehr Verständnis im Bahn-Betrieb!
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