29. Oktober 2015

Das wünsche ich mir von der Deutschen Bahn!

Das wünsche ich mir von der Deutschen Bahn!

Das Jahr 2015 hatte es ganz schön in sich. Vor allem bei der Deutschen Bahn ging es immer wieder drunter und drüber. In diesem Beitrag möchte ich euch meine Wünsche an die Deutsche Bahn etwas genauer erklären. Was muss sich dringend in Zukunft ändern?

Es war bisher ein sehr hartes Jahr. Viele große und kleine Hindernisse wurden der Bahn in den Weg gelegt oder hat man sich selber in den Weg gelegt. Aber für 2016 hat man nun einiges aufgefahren. Ich nenne nur den neuen Fernverkehr, der im Rahmen der Offensive Mobilität 4.0 neu aufgestellt wird. Hinzu kommt noch der neue InterCity 2, Flinkster Connect und der wachsende Dienst „Call a Bike“.

Nebenher wurden zahlreiche neue Apps herausgebracht, die das Reisen erleichtern sollen. Der DB Navigator hat bereits jetzt schon einige wichtige neue Funktionen erhalten, damit die Reisenden noch mehr auf ihrem Smartphone haben und damit Papier sparen.

Doch was muss sich noch ändern?

Der Fokus muss sich noch mehr auf den Kunden bewegen. Natürlich, man arbeitet enger mit den Kunden zusammen, als je zuvor. Stichwort Zuglabore, Befragungen und auch mit Entscheidungen bei der Umsetzung von neuen bzw. verbesserten Produkten. Dennoch muss es weiter gehen und man sollte nie aus den Augen verlieren, dass das wichtigste für die Bahn die Kunden sind. Stichwort: Kommunikation. Auch hier muss sich noch einiges tun. Auch wenn wir im Zeitalter der Digitalisierung leben und uns alles mögliche auf dem Smartphone anzeigen lassen können, dürfen wir nicht vergessen, wie wichtig auch die Kommunikation in der Realität ist.

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Viele Reisende wollen und brauchen auch einen direkten Ansprechpartner. Aber nicht nur ein Ansprechpartner ist wichtig, sondern auch die Echtzeit Information am Bahnhof. Man vertraut hier aus meiner Sicht schon zu sehr auf die Technik. Von umgekehrter Wagenreihung bis hin zur wirklichen Verspätung, alles wird von einer Computer-Stimme übernommen. In vielen Fällen würde ich es begrüßen, wenn der Mensch wieder diese Funktion übernimmt und mit den Reisenden agiert.

Und was ist mit der Infrastruktur?

Hier hat man aus meiner Sicht geschlafen. Oder war es doch gespart? Auf jeden Fall wird es im Jahr 2016 so viele Baustellen am Schienennetz geben, wie nie zuvor. Schon heute sind 800 Baustellen am Tag keine Seltenheit. Auch wenn man es schlicht verschlafen hat, die Infrastruktur zu modernisieren, ist es nun der richtige und beste Weg jetzt alles in Bewegung zu setzten, um das System wieder auf Vordermann zu bringen. Es gibt nichts mehr schön zu reden. Die Ursachen sind bekannt und man geht dagegen an. Wie heißt es so schön: „Einsicht ist der erste Weg zur Besserung!“.

Ebenfalls wünsche ich mir, dass die vorgestellten Projekte und Offensiven genauso, wie geplant, umgesetzt werden. Ich bin echt begeistert, was man da im Hintergrund auf die Beine gestellt hat. Es ist keineswegs einfach so ein komplexes System, wie die Deutsche Bahn es ist, mit so vielen Bereichen am Laufen zu halten. Doch was dieses Jahr mit der Mobilität und Digitalisierung 4.0 ins Leben gerufen wurde, ist ein guter Schritt. Zudem hoffe ich für die Kunden, dass das WLAN in der 2.Klasse in kommenden Jahr endlich kostenfrei zur Verfügung steht.

Das war es nun von meiner Seite mit den Wünschen. Wie sieht das bei euch aus? Welche Wünsche habt ihr für die Zukunft der Deutschen Bahn?

#Fernverkehr#Kundenoffensive#Reisen#Wuensche
Tim Grams
Der bloggende Bahner – Für mehr Verständnis im Bahn-Betrieb!
7 Kommentare
  • Nina sagt:

    Was ich mir wünsche, ist, dass die Bahn uns in Stuttgart nicht verhöhnt. Wir haben seit Stuttgart 21 massivste Probleme mit Zugausfällen,Verspätungen,insbesondere bei der S-Bahn seit Umbau. Die Infrastruktur ist im Bereich Stuttgart massiv vernachlässigt worden (Gelder kannibalisiert durch S21)- da sprechen die ständigen Signalausfälle,Weichenstörungen…..eine Sprache für sich.
    Sie haben unseren wunderschönen, tierreichen Schlossgarten zerstört mit sehr wichtigen großvolumigen Bäumen,die Tonnen an Feinstaub gebunden hatten. Wie vielleicht bekannt,haben wir seit ein paar Tagen Feinstaubalarm.
    Die Bahn hat jetzt nichts Besseres zu tun,als eine sinnentstellte,uns Betroffene verhöhnende, teure Prilblumen-Käfer-Hologrammshow in die Baustelle zu projezieren. ( http://www.parkschuetzer.de/assets/statements_neu/000/188/145/original/Blumen.jpg?1453280383 )
    Ich wünsche mir,dass die Bahn sich auf das Wichtige besinnt und solcherart Gelder einstellt und FÜR Infrastruktur, FÜR Lokführer etc ausgibt. Viele Pendler haben massiv Probleme auf Arbeit bekommen,wegen der Verspätungen. Die Werbung zu dem Projekt verschlingt Millionen Euro-völlig unnütz!

    Ferner wünsche ich mir, dass die Vorstände nicht für Verspätungen so viel Geld erhalten- das Geld sollte ebenfalls für Infrastruktur oder Basismitarbeiter ausgegeben werden.
    ( http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/deutsche-bahn-zahlt-vorstaenden-bonus-fuer-verspaetung-a-1072923.html )
    Ich wünsche mir, dass alle Bahner an der Basis mal an Ihre Aufsichtsräte schreiben und fordern, dass im Vorstand mind. 50% reine Bahner sind.
    Ich wünsche mir für die Zukunft, dass nicht erst reagiert wird, wenn bahnlich vieles schon den Bach runtergegangen ist. So viele Menschenleben unnötig verloren oder Menschen wurden verletzt, durch kaputte Infrastruktur-den schwarzen Peter gebe ich eindeutig der Politik und Bahnspitze. Ich wünsche mir,dass die Mitarbeiter weniger Druck haben, dass sie nicht kleingemacht werden,wenn sie berechtigte Kritik vorbringen-auch wenn diese Geld kostet. In vielen Reportagen habe ich Erschreckendes sehen müssen, die Bahn betreffend. Ich wünsche mir, dass es aufhört, dass Bahnmitarbeiter einen “Maulkorb” kriegen,wenn es um wichtige Sicherheitsvorschriften geht, die die Bahn (Oberen) aus Kostengründen nicht umsetzen wollen.

    Ich hoffe,meine Wünsche,Gedanken waren nicht anmaßend. Ich fahre einfach nur gerne Bahn ( in Stuttgart aber sehr deutlich reduziert-zu sehr tut es weh,was Bahn dort zerstört)) und seit S21 bin ich aufmerksamer-kritischer geworden.
    Ansonsten Zustimmung beim Thema Kommunikation. Da hapert es doch bisweilen.

    Für Euch Bahner ein tolles Jahr 2016.
    Tim,bei Dir liest man den “Vollblutbahner” raus:-) Ich freu mich schon auf die nächsten Blogthemen:-)

    Nina

    • Tim sagt:

      Guten Tag Nina,

      ich sage vielen Dank und großen Respekt für deinen super Kommentar. Sachlich, begründet und untermauert. So stelle ich mir einen Kommentar mit Kritik vor.
      Ich würde gerne vor allem auf Stuttgart 21 eingehen, allerdings bin ich da nicht auf dem neusten Stand. Trotzdem sage ich nochmals vielen Dank für dein Feedback.

      Ich hoffe, du schaust weiterhin fleißig vorbei.

      Beste Grüße
      Tim

  • unjinz sagt:

    Was meiner Meinung nach unbedingt verbessern werden sollte, ist die Kommunikation bei Störungen.

    Meist wissen Mitarbeiter am Bahnsteig überhaupt nichts oder die Systeme geben nur wenig Informationen.
    Vorallem wenn mehrere Strecken gesperrt sind und daraus eine Kettenreaktion entsteht, sollte man darüber informieren können. Als z.B Bremen – Hannover vor einigen Wochen im Bereich Eystrup gesperrt war, wusste man nicht viel Bescheid. Wenn Züge durch Sperrungen vorher enden, sollte das angegeben werden. Das war bei den Sperrungen die ich bisher erlebt habe, nie der Fall. Es sind sogar “Geisterzüge” gefahren bei denen die App +0 angezeigt hatte und sogar die Anzeigen sich am Bahnsteig veränderten.

    • Tim Grams sagt:

      Guten Tag,

      ich stimme dir vollkommen zu. Die Kommunikation ist wirklich mit das Wichtigste. Nicht nur deshalb arbeitet die Deutsche Bahn schon heute enger mit den Kunden zusammen als je zuvor. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Unternehmen in den nächsten Jahren verändert. Ich bin davon überzeugt, dass es deutlich besser wird.

      Beste Grüße
      Tim

  • EiBsOnAir sagt:

    Volle Zustimmung was den Fokus auf die Kunden betrifft: Disponenten, Fahrdienstleiter und Lokführer fahren oft nur Züge statt Fahrgäste.

    • Tim Grams sagt:

      Danke für euer Feedback!
      Es muss sich von der Grundaufstellung etwas ändern, damit der Kunde wieder im Vordergrund steht! Man ist allerdings auf einem guten Weg, den man fortsetzen muss!

      Gruß
      Tim

    • Tobias Foltin sagt:

      Ich wünsche mir:
      – Mehr Ersatzzüge
      – Komfortmängel in einigen Zügen beseitigen (d.h. z.T. größerer Sitzabstand; Fensterplätze wirklich vor Fenster platzieren nicht vor Balken; mehr Gepäckablagen etc.)
      – DB-Ticketautomat soll auch bei Fahrten im Verkehrsverbund günstiges Angebot anzeigen (jetzt wird nur angezeigt: Ticketkauf nicht möglich –> Fahrt in Verkehrsverbund)
      – Bessere und nützlichere Informationen und Aufklärung bei Verspätungen (anstatt nichtssagende Gründe wie: “Verzögerung im Betriebsablauf”, “Verspätung aus vorheriger Fahrt”…)
      – Mitarbeiter an der Basis, mehr in Entscheidungen auf höherer Ebene mit einbeziehen.

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