24. Mai 2016

6 Punkte, die die Deutsche Bahn verbessern sollte

6 Punkte, die die Deutsche Bahn verbessern sollte

Im vergangen Jahr habe ich um die 50.000 Schienenkilometer zurückgelegt. Ich habe einiges an pünktlichen Zugfahrten, aber auch einiges an verspäteten Zugfahrten miterleben dürfen. Auch in diesem Jahr waren es schon wieder um die 15.000 Kilometer, die ich mit dem Zug zurückgelegt habe.

Zeit mal etwas tiefer ins Detail zu gehen und zu schauen, wie sich die Deutsche Bahn schon heute im Vergleich zum letzen Jahr verbessert hat. Ebenfalls habe ich 6 Punkte im Gepäck, die die Deutsche Bahn verbessern sollte. Schauen wir uns das ganze mal an.

Die Deutsche Bahn 2015

Schauen wir uns mal das Jahr 2015 an Hand von Fakten an:

  • Die Pünktlichkeitsquote lag bei 74,4% (Der schlechteste Wert im Fernverkehr)
  • Start vieler Bauarbeiten auf Grund von maroden Brücken
  • hohe Anzahl von Baustellen und Einschränkungen der Fahrmöglichkeiten
  • viele Kunden bemängeln die Informationen am Bahnhof
  • Start der Digitalisierungoffensive (Digitalisierung 4.0)
  • Flüchtlingskrise brachte die Deutsche Bahn ans Limit der Wagenverfügbarkeit

Harte Fakten, die aus dem Jahr 2015 herausstechen. Fangen wir mit dem Wichtigsten an. Die Pünktlichkeit im Fernverkehr war im vergangenen Jahr so schlecht wie nie zuvor.

Man muss dabei natürlich noch den Lokführerstreik erwähnen, der aber in der Statistik wenig berücksichtigt wurde. Durch die Baustellen und vielen Bauarbeiten an der Infrastruktur, die das Fundament im Bahn-Betrieb ist, war es im Jahr 2015 kaum möglich einen reibungslosen Verkehr aufrecht zu erhalten.

2016 konnte die Deutsche Bahn Monat für Monat seine Pünktlichkeit im Fernverkehr verbessern und steht laut Ergebnissen bei über 80%. Ein Wert der das Jahresziel ist.

Gründe für 2015

Woran könnte es liegen, dass das Jahr 2015 nicht nur von den Zahlen, sondern auch vom Kundenfeedback nicht erfolgreich verlaufen ist?

Der Kunde ist König und im Jahr 2015 hat sich auch bei mir als Reisender der Eindruck bestätigt, dass der König degradiert worden ist. An den Bahnsteigen gab es oft keine Informationen, oft wenig Informationen und sehr selten die richtigen Informationen.

Umso mehr habe ich mich gefreut, dass im Dezember 2015 die Deutsche Bahn das Konzept „Zukunft Bahn“ präsentiert hat, was einiges für den Kunden tun wird. Das Wort Kundenoffensive hört man nicht nur von Grube und Huber, sondern auch von vielen anderen Führungskräften der Deutschen Bahn. Der Kunde soll wieder der Fokus des Bahn-Betriebs werden.

Digitalisierung bei der Bahn trägt erste Früchte

Dafür muss einiges passieren. Nicht nur deshalb arbeitet die Deutsche Bahn mit vielen Startups zusammen, die die alten Strukturen und Denkweisen lockern und für frischen Wind sorgen sollen.

Erste Ergebnisse sind bereits abzusehen: Bessere Informationen von den Fahrstühlen an Bahnhöfen für die Kunden. Digitale Produkte, wie die App „DB Bahnhof Live“, die es erstmal ermöglicht die Wagenreihung komplett digital anzeigen zu lassen. Die Zuglabore von DB Regio und das Innovationslabor in Frankfurt werden von Kunden besucht, die die Möglichkeit bekommen an neuen Produkten und Veränderungen mitzustimmen.

Doch da ist noch mehr, was verbessert werden sollte.

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6 Punkte, die die Deutsche Bahn verbessern sollte:

Reservierungen

Bei mehr als 25% meiner Fahrten im Jahr 2015 war es leider der Fall, dass die Reservierungsanzeigen ausgefallen sind. Somit war ein großes Durcheinander vorprogrammiert.

Es ist nicht nur so, dass die Kunden, die für eine Reservierung bezahlt haben, nicht direkt ihren Platz finden, sondern eben auch so, dass Kunden ohne Reservierung keinen Überblick haben, ob der Platz reserviert ist oder nicht.

Doch in diesem Bereich konnte ich dieses Jahr bereits eine Verbesserung feststellen. Lediglich auf 10% meiner Fahrten waren bisher die Reservierungsanzeigen ausgefallen.

Dennoch bin ich der Meinung, dass das ein Service ist, der in mindestens 95% der Fälle funktionieren muss.

Informationsfluss

Schwer verständliche Ansagen am Bahnhof, Fehlinformationen über Gleisverlegungen am Bahnsteig, bis hin zu gar keinen Informationen über den aktuellen Stand der Dinge.

Alles Faktoren, die leider immer noch Tag für Tag vorkommen. Kunden sind auf Informationen angewiesen. Sei es im Zug oder am Bahnhof. Hinzu kommt die Wagenreihung, die aus unterschiedlichen Gründen (hier ein Video dazu) nicht in der richtigen Reihenfolge ist, was vor allem Kunden der älteren Generation oft Kopfschmerzen bereitet.

Bekannt sind die Probleme schon länger und mit dem Konzept „Zukunft Bahn“ und der Digitalisierung 4.0 nimmt man sich dieses Thema explizit vor. Großes Aufhorchen habe ich bei der App „Bahnhof Live“ gespürt.

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Auch die neuen Multianzeiger am Bahnsteig, die nach und nach verbaut werden, sind ein Schritt in die positive Zukunft. Doch es gibt im Punkt Informationsfluss noch einiges zu tun. Dr. Rüdiger Grube hat es im Dezember 2015 schon gesagt:

„Wir müssen aufhören zu sehr in eigenen Zuständigkeiten zu denken“.

Wenn das klappt, sind die Informationen für den Kunden zuverlässiger und schneller am richtigen Ort.

Anschlüsse

Diesen Punkt könnte man ebenfalls mit zu Informationsfluss ziehen. Auf Grund der großen Diskussionen in den sozialen Netzwerken habe ich ihn aber extra gelistet, da ich erstmal verdeutlichen möchte, welch’ ein Aufwand ungeplante Anschlüsse für den Bahn-Betrieb bedeuten.

In seltenen Fällen reichen die Kapazitäten an den Bahnhöfen aus, um einen Anschluss ohne Folgeverspätung bei anderen Zügen zu realisieren. Daher muss vor allem bei ungeplanten Anschlüssen sehr genau hingeschaut werden, inwieweit andere Züge betroffen sind.

Ebenfalls sollte jeder Reisende sich vor Augen führen, dass er nicht alleine auf der Schiene unterwegs ist, sondern noch 5.999.999 (in Worten fünfmillionen-neunhunterneunundneunzigtausend-
neunhundertneunundneuzig) andere Reisende pro Tag.

Aus eigenen Erfahrungen kann ich sagen, dass in diesem Jahr die Anschlusspolitik überarbeitet worden ist, was ich persönlich in Köln am Bahnhof schon gemerkt habe, wo sowohl ein Regionalexpress, als auch ein InterCityExpress auf Übergangsreisende gewartet hat und das mehrmals.

Inwieweit das auch an anderen Bahnhöfen zutrifft, dass kann ich hier nicht bestätigen. Zusammenfassend muss klar sein, dass Anschlüsse ein hochkomplexer Aufwand im Bahn-Betrieb sind und die Kundeninformationen in diesem Fall eine große Rolle spielen.

Infrastruktur

Im letzten Jahr und auch in diesem Jahr gab es und wird es so viele Baustellen geben, wie nie zuvor. Auf Grund von Sparmaßnahmen unter Mehdorn musste die Infrastruktur sehr leiden und diese Schwachstellen gilt es nun auszubessern. Schnell und möglichst ohne große Behinderungen.

Ausbleiben werden diese Behinderungen wohl nie, dafür ist die Zugdichte viel zu hoch und das System Bahn viel zu komplex. Dennoch arbeitet die Bahn bei der großen Anzahl der Baustellen genauer und flexibler denn je. Die Infrastruktur ist das Fundament im Bahn-Betrieb.

Es gibt in diesem Jahr und wahrscheinlich auch im Jahr 2017 noch einiges zu tun.

Pünktlichkeit

Wie bereits angesprochen lag die Pünktlichkeit im Fernverkehr 2015 bei 74,4%. In meinem Beitrag „Warum ist jeder dritte ICE verspätet?“ gehe ich ein wenig auf die Problematik aus dem vergangenen Jahr ein.

Doch auch dieses Jahr steht die Pünktlichkeit weiter im Fokus und hat eine sehr hohe Priorität. Eine der größten Pünktlichkeitsoffensiven läuft seit Anfang des Jahres und konnte bisher schon sehr gute Ergebnisse erzielen.

Mit einer aktuellen Pünktlichkeit von über 80% strebt man die Zielpünktlichkeit von 80% am Ende des Jahres zu haben sehr stark an und möchte auch 2017 weiter darauf aufbauen. Noch steht eine zweite Jahreshälfte auf dem Programm und es gibt einiges tun.

Die Pünktlichkeit dient nicht nur als Indikator der Deutschen Bahn, sondern auch als Zuverlässigkeit für alle Kunden der Deutschen Bahn, sowohl im Fernverkehr, als auch im Güterverkehr und Nahverkehr.

Digitalisierung

Viel wurde 2015 über die Digitalisierung der Deutschen Bahn gelästert.

“Die Deutsche Bahn hängt 5 Jahre zurück.”

“Digitale Produkte verspäten sich genauso wie die Züge.”

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Einiges ist an diesen Aussagen dran. Doch man vergisst bei diesen Überschrift auch oft, dass hinter der Deutschen Bahn ein Konzern mit mehr als 300.000 Mitarbeitern steht. Für ein neues digitales Produkt sind mehrere Geschäftsfelder zuständig, die alle ihre Zustimmung geben müssen. Doch es hat sich einiges getan.

Im letzten Jahr hat man mit dem Skydeck, der Mindbox und dem Innovationslabor neue Räume geschaffen, für die Digitalisierung im Hause der Deutschen Bahn. Einiges ist noch zu tun, denn digitale Produkte werden am Ende genauso wichtig sein für den Kunden, wie die Pünktlichkeit und der Informationsfluss.

Jetzt du!

Zum Abschluss dieses Beitrags mit meinen Erfahrungen und den Aussichten in die Zukunft, möchte ich dich bitten, mir deine Meinung mitzuteilen. Vielleicht konntest auch du schon Verbesserungen dieses Jahr im Vergleich zum letzten Jahr feststellen. Ich freue mich auf deine Meinung.

 

#Digitalisierung#Verbesserung#Zukunft
Tim Grams
Der bloggende Bahner – Für mehr Verständnis im Bahn-Betrieb!
17 Kommentare
  • Christian sagt:

    Diese Anmerkungen kannst du gerne bei den Führungsebenen der DB Netz angeben. Dort ist diese Denkweise so.
    Der 18er wird dir als ehemaliger Fdl sicher ein Begriff sein. Den bekomme ich, wenn ich eigenmächtig den Anschluss an das EVU xy mache. In 90% der Fälle sagt die BZ nämlich, abfahren. Ich bin Fdl seit fast 30 Jahren und ich habe noch die alte Schule in mir. Und es tut mir in der Seele weh, wenn ich sehe, dass das EVU xy abfährt, obwohl der verspätete RE einfährt. Diese Situation gab es in den letzten Monaten unzählige Male. Ich bin selber Zugfahrer und weiß wie man sich fühlt, wenn man den Anschlusszug abfahren sieht.
    Allein was ich in den letzten 3 Tagen nach dem Fahrplanwechsel im Fernverkehr und Regionalverkehr erlebe (einen Suizid außen vor), ist eine Frechheit gegenüber unseren Kunden auf dem Bahnsteig und in den Zügen. Verspätungen von 30 -60 Minuten im Fernverkehr, nicht vorhandene Zugparks. Zugwenden von Regionalzügen von 7 Minuten in der Hauptverkehrszeit. Null Reserve, um ankommende Verspätungen aufzuholen.
    So wird das nichts mit der Kundenzufriedenheit.

  • Christian sagt:

    Hallo Tim

    Du vergisst einen entscheidenden Punkt beim Thema Kundenfreundlichkeit. So ist z.B. aus Sicht eines Fahrdienstleiters (Fdl) der Kunde das Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU), nicht der Kunde auf dem Bahnsteig. Wenn also ein Fdl kundenfreundlich gearbeitet hat, geht es dem EVU gut. Davon hat aber nicht unbedingt der Kunde auf dem Bahnsteig, der die Fahrkarte bezahlt hat, einen Vorteil. Dazu ein Beispiel.
    Ein Verkehrsverbund vergibt den Beförderungsauftrag für eine Strecke an EVU xy. Damit das EVU auf der Strecke fahren darf, bezahlt es bei DB Netz eine Trassengebühr. Soweit alles gut. Jetzt zum Problem.
    Anderes EVU kommt mit +15 verspätet im Umsteigebahnhof an (Grund: Weichenstörung). Umsteigezeit war offiziell 10 Minuten. 20 Reisende wollen umsteigen in EVU xy. EVU xy entscheidet, wir warten nicht und fahren pünktlich ab. Die 20 Reisenden haben in 1 Stunde wieder die Möglichkeit, weiterzufahren. In meinen Augen unzumutbar. Aber warum will EVU xy unbedingt pünklich abfahren. Das hat einen Grund und der heisst bei selbstverschuldeter Verspätung Strafzahlung an den Verkehrsverbund. Ist das EVU xy nämlich nett und wartet auf die 20 Reisenden, hat es die Verspätung selbst verursacht. Die Weichenstörung interessiert da niemanden beim Verkehrsverbund. Und da so ein EVU auch nur ein gewinnorientiertes Unternehmen ist, wird es so viele Strafzahlungen vermeiden wie es geht. Die 20 Reisenden sind dem EVU relativ egal, weil es das Geld nicht vom Reisenden bekommt, sondern vom Verkehrsverbund.
    Und da liegt der Fehler im System.
    Wir Eisenbahner können uns noch so anstrengen, aber wir werden jeden Tag wieder gegen eine Wand laufen. Der größte Fehler, der gemacht wurde, war die Privatisierung der Bahn. Mobilität für die Bürger in Deutschland sicherzustellen, ist Teil der staatlichen Grundversorgung und das ist mit einem gewinnorientierten Unternehmen (siehe Beispiel oben) nicht immer möglich. Das muss es aber.
    Thema Information der Reisenden. Die ist u.a. so schlecht, weil wir Fahrdienstleiter als jemand, der die Ursache einer Verspätung oder Ausfall kennt, keine Möglichkeit mehr hat, die Reisenden zu informieren. Warum auch, sind ja nicht unsere direkten Kunden.
    Und solange bei der Bahn die aktuellen Strukturen der einzelnen Geschäftsbereiche existieren, werden wir weiterhin in diesem Unternehmen mehr gegeneinander arbeiten, als miteinander. Die Schranken, die in den letzten 20 Jahren in den Köpfen der Eisenbahner aufgebaut wurde (Mehdornisierung), die sind heute und morgen nicht abbaubar. Das erlebe ich leider jeden Tag. Trotzdem macht mir der Beruf des Fahrdienstleiters weiterhin Spaß. Aber ich erlebe tagtäglich Kollegen, die resigniert aufgeben.

    • Tim Grams sagt:

      Hey Christian, danke für dein ausführliches und offenes Feedback. Natürlich ist das EVU der Kunde vom Fahrdienstleiter, aber jemand der so direkt danach arbeitet, ist aus meiner Sicht kein guter Fahrdienstleiter. Den Endkunden, der das Produkt nutzt und nicht der der es betreibt, gehört genauso in den Fokus.

      Natürlich sollte das nicht nur beim Fahrdienstleiter so sein, sondern auch bei den Verkehrs- und Transportleitungen und bei den Verbünden. Das wäre wichtig für alle. Alles auf die Privatisierung zu schieben, finde ich falsch, da man auch vieles anders regeln könnte und so „schlecht“, wie du es beschrieben hast, sehe ich die Situation nicht und erlebe ich sie bei meinen 150.000 km auf der Schiene pro Jahr auch nicht.
      Dir weiterhin viel Erfolg und Spaß im Job!

      Beste Grüße
      Tim

  • […] Verbindung mit dem Programm „Zukunft Bahn“, welches die Deutsche Bahn im Dezember 2015 in die Wege geleitet hat, hat man nun Konzepte von […]

  • Jonas sagt:

    In den letzten Jahren wurde so hart auf die deutsche Bahn eingetreten , aber das war für sie keine Niederlage sondern der Ansporn zu vielen neuen innovativen Produkten, die wir jetzt haben und bestimmt auch noch bekommen werden. Man kann sich gut mit der Bahn über deren You Tube channel austauschen und neue Ideen einbringen oder fragen stellen, das ist super. Außer gibt es die app Bahnhof live oder diese imnovationsräume wovon du gesprochen hast. Welches Unternehmen hat das sonst?
    Die Bahn hat sich in den letzten Jahren unglaublich positiv weiter entwickelt, wirklich toll ??

  • […] von überall ist es nun möglich in den Buchungsprozess einzusteigen. Fahrplanauskünfte, die Pünktlichkeit, Sparpreise und „Meine Buchungen“ sind nun zentriert auf der Startseite zu […]

  • Andreas sagt:

    Mich hat es seit Anfang des Jahres beruflich nach Oldenburg i.O. verschlagen, habe aber meinen Lebensmittelpunkt habe ich aber weiterhin im Süden und fahre daher (nahezu) jede Woche um die 1300km mit der Bahn – vor allem Fern- aber dann eben auch Nahverkehr.

    Zum oben genannten Punkt “Informationsfluss” musste ich nur ausgiebig nicken – dazu zwei Beispiele, die eigentlich mit Konsequenz vermieden werden können. In Nürnberg Hbf wird der ICE nach HH-Altona erwartet, 10 Minuten vor Abfahrt springt die Anzeige unvermittelt auf den (folgenden) Zug nach Berlin um. Alle zücken erschreckt ihr Handy – im Navigator ist das geplante Gleis unverändert. Eine Ansage die das Dilemma klar stellt, kommt erst mit der Ankündigung der Einfahrt des ICE nach HH – die Anzeige bleibt wie sie ist auf Berlin bis zur Ansage. Gleiches auch in Hannover bei einem ICE Richtung München. Hier wird 5 Minuten vor Abfahrt an der Anzeige eine Durchfahrt angekündigt, als nächstes fährt aber der ICE nach München ein. Allgemeine Verwirrung, die völlig unnötig ist und weniger versierte Bahnfahrer panisch werden lässt. Pannen gibt es überall – aber solche sind aus meiner (reinen Kunden-)Sicht schon besonders unnötig.

    Ein weiterer Punkt, der aber glaube ich schon angegangen wird, ist der Zustand der ICs. Diese haben mit einem erhöhten Komfort im Vergleich zum Regionalverkehr leider oft wenig zu tun. Gerade auf der Stecke Nürnberg-Stuttgart oder auch von Frankfurt Richtung Stuttgart verkehren Züge, deren Innenausstattung im besten Fall verschlissen, oft aber dreckig und unkomfortabel ist. Auch die fehlenden Steckdosen und ein Belüftungssystem das ein gerade noch erträgliches aber keine angenehmes Klima leistet sind weitere Punkte.

    Alles in allem muss ich aber auch sagen, dass eine solche Pendeldistanz nur in wenigen Ländern der Erde so gut möglich ist wie in D mit der DB. Ich fahre gerne mit der Bahn, insbesondere mit dem ICE auf der Schnellfahrstrecke Hannover-Nürnberg/München ist der Komfort auch wirklich super. Verspätungen waren bisher kaum problematisch, wobei ich aufgrund der Distanz natürlich auch öfters den Luxus alternativer Routen habe, zB. über von Oldb über Dortmund & Köln statt Hannover um die Baustelle zwischen HN und Göttingen zu umgehen. Und 5-10 Minuten Verspätung nehme ich persönlich nicht als solche wahr.

  • Ich fahre beinahe täglich Bahn, zwar nicht im Fernverkehr, aber der Nahverkehr bietet mir schon genug Abenteuer. Beinahe täglich fallen Züge aus, verspäten sich, Signale gestört, Weiche kaputt, Stellwerk hat ne Störung und so weiter. Das sowas MAL passieren kann ist selbstverständlich, aber hier passiert es dauernd. Nebenan werden dann übrigens rund 5 – 7 Milliarden Euro verbuddelt (Stuttgart 21). Und hier geht es lediglich um die S-Bahn Stuttgart.
    Ein Beispiel aus deinem Raum. “S 2 nach Nienburg (Weser) fällt aufgrund einer technischen Störung am Zug aus” – für jemanden der nicht in Wunstorf oder Neustadt am Rübenberge wohnt eine Katastrophe, weil er muss u.U. 1 Stunde auf die nächste S 2 warten. Für die Bahn fällt das nicht weiter ins Gewicht, fällt der Zug halt aus. Es sind an sich die kleinen Dinge die einen resignieren lassen irgendwann. Wenn Aufzüge über Wochen kaputt sind, obwohl über Hunderte der gleichen Bauart an anderen Bahnhöfen stehen aber auf “Ersatzteile” gewartet werden muss obwohl man die vorrätig haben sollte. Oder wenn der IC aus Hamburg in Dortmund 5 Minuten Verspätung hat und damit der Anschluss an den ICE flöten geht der in Dortmund relativ leer, in Köln aber heillos überfüllt ist sollte der IC die 5 Minuten Verspätung über Wuppertal nach Köln einholen und man den Anschluss erreichen.
    Wenn man lange mit der Bahn fährt und andauernd irgendetwas nicht fährt wann es fahren sollte, man vom Chef Ärger bekommt obwohl man nicht Schuld daran hat das man zu spät gekommen ist, verlorene Zeit nachholen muss und abends wieder mit Verspätung oder Zugausfall beglückt wird – glaubst du wirklich das man dann noch bei einer Verspätung Verständnis zeigt die sich am nächsten Tag so oder so wiederholen wird. Man bekommt lediglich ein “Wir bitten um Entschuldigung” zu hören – fertig. In den Fahrgastrechten bekommt man teils unter 4 € zugesprochen, heißt das wird gar nicht ausgezahlt. Der ganze Schreibkram umsonst.

    Ich hab mir jetzt eine Probe BahnCard 100 geholt und bin gespannt wie die Bahn im Baumonat August mit der zusätzlichen Belastung fertig wird und ich meine geplanten Ziele einigermaßen pünktlich erreichen werde.

    MfG Matthias

    • Tim sagt:

      Guten Tag Matthias,

      erstmal vielen Dank für deinen Kommentar zu einem insgesamt sehr schwierigen Thema!
      Ich möchte klarstellen, dass die Deutsche Bahn nicht mit Absicht irgendwelche Züge ausfallen lässt um Fahrgäste zu ärgern. Das kam zu Beginn deines Kommentars so rüber.

      Es spielen bei jeder Zugfahrt, egal ob Fern- oder Nahverkehr viele Faktoren eine große Rolle. Um diese Faktoren zu verstehen, müsste jeder Fahrgast einen Blick hinter die Kulissen werfen.
      Ich kann deinen Unmut bei deinen beschriebenen Problemen voll und ganz verstehen. Ich kann dir sagen, dass man vor allem an so Kleinigkeiten wie Fahrstühlen und Rolltreppen hart arbeitet.

      Alle Fahrgäste auf Dauer zufrieden zu stellen wird kaum möglich sein. Ich fahre 50.000 Bahnkilometer pro Jahr und habe auch schon einiges erlebt. Eins steht fest: 50% der Verspätungen sind Fremdeinwirkungen von Kunden, der Natur o. ä., wofür die Bahn nichts kann. Die Kommunikation danach ist etwas anderes. Hier muss definitiv etwas passieren.

      Nochmals Danke an dich und viel Spaß mit der ProbeBahnCard 100!

      Beste Grüße
      Tim

  • Hallo Tim, du hast einen wichtigen Punkt in deiner Aufzählung vergessen….
    Die Bahn – und nicht nur die DB AG – sollte 1.) keine Strecke mehr stilllegen und ist sie auch noch so unrentabel, 2.) alle Strecken die in den letzten 30 Jahren stillgelegt worden sind, wieder reaktivieren. Ferner sollte die Bahn sich aus den Verkehrsverbünden heraus halten und einigermaßen kostendeckende Preise anbieten ( zb. 50 ct. pro km ). Als nächster Schritt wäre es z. B sinnvoll, das man die bestehenden Neubaustrecken miteinander verknüpft und die HGV Bahnhöfe aüßerhalb der Städte baut ( z.B. gutes Beispiel Kassel Wilhelmshöhe, schlechtes Beispiel Stuttgart 21), der Zubringerverkehr müsste dann aber Kostenfrei sein. mann könnte die Menschen sogar belohnen, wer z.B. in der Region Rhein -Ruhr auf das Auto verzichtet bekommt pro Tag 20€ gutgeschrieben, davon gehen aber 10€ in einen Topf womit die ÖPNV Strucktur verbessert wird. gerade für Ballungsgebiete wie Stuttgart oder RheinRuhr wären solche Projekte von Vorteil.

    • Tim sagt:

      Hallo Carsten,

      vielen Dank für dein ausführliches Feedback zu diesem Thema. Danke auch für deine gesamten Punkte, die man alle nicht zu diesem von mir aufgeführten Punkten hinzuzählen kann, weil es untergeordnete Bereiche sind. Meine Punkte sind eher Oberthemen. In einigen Punkten stimme ich dir aber zu.

      Beste Grüße
      Tim

  • […] Noch ein kleiner Lesetipp auf dem Blog von Tim (Der Bloggende Bahner) 6 Punkte, die die Deutsche Bahn verbessern sollte […]

  • Simon sagt:

    Am Kommentar von “Zweifler” kann man erkennen, dass gerade treue Bahnfahrer besonders leiden, weil sie so viel ertragen müssen. Das Ergebnis: Irgendwann fahren diese Menschen auch nicht mehr Bahn, weil sie genug davon haben. Und gerade diese Kunden darf die Bahn nicht verlieren. Schuld sind Zugausfälle, Triebfahrzeugschäden und Verspätungen verbunden mit schlechten bis keinen Informationen.

    Ich selber bin Gelegenheitsfahrer. Zweimal im Monat mit dem Nahverkehr von Mittel- nach Nordhessen unterwegs und immer mal ein Städtetrip mit dem ICE. Und selbst da bleibe ich irgendwie von Problemen nicht verschont. Manchmal kommt es mir so vor, als würde ich das Pech irgendwie anziehen.
    1. Letztes Jahr nach Hamburg gefahren. Hinfahrt Signalstörung zwischen Hannover und Hamburg – halbe Stunde Verspätung. Rückfahrt Defekt am ICE 2, der dann in Hannover getauscht wurde. Informationen aber OK. Dadurch habe ich aber meinen Anschlusszug in Kassel nicht bekommen. Ich hätte in Kassel über eine Stunde warten müssen, wenn mein Vater mich nicht aus einem Nachbarort an der Parallelstrecke abgeholt hätte.
    2. Im Januar Fahrt nach Berlin gebucht. Man soll ja schließlich frühstmöglich buchen, um nicht diese Horrorpreise pro Fahrt zu bezahlen. Denn davon werde ich sogar als Normalverdiener arm. Dann im März die Nachricht: “Oh, wir müssen die Strecke zwischen Kassel und Hannover sperren.” So etwas verstehe ich nicht, solche Arbeiten am Schotter sollten doch früher planbar sein. Dadurch haben wir auf der Rückfahrt den im Januar geplanten Anschlusszug nicht bekommen. Rest wie im ersten Beispiel.

    Anhand der zwei Beispiele sieht man, dass man dadurch schon etwas die Lust verlieren kann. Da fährt man nur zwei- oder dreimal im Jahr weiter Strecken und dann passiert auch noch bei der Hälfte irgendetwas Ungeplantes. Wäre ich nicht so ein “Eisenbahn-Fan” und würde ich nicht diese Art des Reisens so sehr lieben, dann hätte ich vielleicht auch schon der Bahn den Rücken zugekehrt.

    Was aber faszinierend ist, es wird ja oft gesagt “Die Bahn ist immer Schuld”. Das sagen die Leute sogar, wenn sie in Hessen mit der HLB unterwegs sind und mal der Zug stehen bleibt. Da muss ich dann öfters aufklären, dass wir gerade nicht in einem Zug der DB sitzen. Wenn natürlich eine Signalstörung vorliegt, dann kann die HLB nichts dafür. Meine Erfahrung zeigt aber, dass die Privatbahnen in meiner Region gefühlt pünktlicher unterwegs sind als früher die lokbespannten Züge der DB.

    Fazit bisher: Ich merke bisher noch keinen Unterschied zum letzten Jahr, habe aber noch mindestens zwei Bahnreisen vor mir. Mal schauen, wie diese verlaufen.

    Viele Grüße
    Simon

    • Simon sagt:

      Hallo nochmal.

      Es hat mich ein wenig gewundert, dass mein Beitrag keine Antwort bekommen hat. Trotzdem schreibe ich nun etwas aktuelles dazu.

      Haben eine Reise zur Kieler Woche hinter uns. Hinfahrt am Samstag, 18.06., Rückfahrt am Montag, 27.06.
      Wie auch schon bei den meisten bisherigen Reisen, gab es eine Woche vorher die typische Verspätungsalarm-Mail. Umleitung wegen Bauarbeiten zwischen Hannover und Hamburg. Zum Glück hatten wir eine Verbindung mit über 40 Minuten Aufenthalt in Hamburg gebucht und haben dort den IC aus Köln trotzdem bekommen. Aber ist sowas nicht auch 3 Monate vorher planbar, damit man als Frühbucher gleich besser planen kann? Zudem war der IC so extrem voll, dass wir nicht zu unseren reservierten Plätzen gelangen konnten. Der Wagen stand komplett mit Passagieren voll. Zudem hat am Zug ein Wagen gefehlt. Haben also die ganze Strecke von Hamburg bis Kiel stehen müssen. ??

      Eine Woche vor der Rückfahrt das gleiche. Verspätungsalarm per Mail. Durch die gleichen Bauarbeiten fuhr der Zug etwa eine halbe Stunde früher in Kiel ab. Auf der Baustellenseite der Bahn stand eine falsche Information. Dort wurde aufgeführt, dass der Zug an diesem Montag nur ab Hamburg fährt, im Fahrplan stand aber die frühere Abfahrt. Gerade solche Informationen sollten aber unbedingt stimmen. Zudem versetze ich mich bei solchen Situationen immer in älteren Menschen hinein, die nicht das Internet nutzen. Wie bekommen die mit, dass ihr Zug früher fährt? Müssen die dann regelmäßig zum Bahnhof fahren und gucken?
      Der ICE kam übrigens wegen eine Signalstörung erst 55 Minuten später in Kiel an, zum Glück rechtzeitig genug, um pünktlich wieder abfahren zu können.

      Uns hat das ganze zum Glück nicht negativ getroffen. Alle Anschlusszüge bekommen, passt. Aber nerven tut das schon irgendwie.

      Viele Grüße aus Hessen,
      Simon

  • Zweifler sagt:

    Meine berufliche Erfahrung hat mich gelehrt, dass der Kunde nur dann wirklich König ist, wenn das Unternehmen, bei dem er Kunde, es finanziell spürt, wenn es ihn nicht als König behandelt. Wenn die Reservierungsanzeige ausfällt, habe ich auch als Kunde ohne Platzreservierung einen essentiellen Nachteil. Die DB aber keinerlei finanziellen Verlust. Ergo: die Fahrgastrecht müssen so ausgedehnt werden, dass bei Ausfall der Reservierungsanzeige *alle* Fahrgäste des betroffenen Zuges einen Ausgleich erhalten – und sei es eben ein Gutschein über 4,50 EUR.

    Punkt 2 der Ärgernisse: Information. Und zwar dann, wenn es kritisch wird. Ein wichtiger Bahnhof für mich ist Freising. Vorgestern gab es zwischen Laim und Pasing einen Unfall in der HVZ. Das ist extrem kritisch, und die DB trifft an der Ursache keine Schuld. Als Folge aber flächendeckend rund um München jegliche Echtzeitinformation abzuschalten – S-Bahn und Regionalzüge – halte ich für eine Fehlentscheidung. Es kann sein, dass die Technik nicht mehr hergibt. Aber solche Situationen treten seit mehr als 10 Jahren immer wieder auf – wieso wurde also die Technik nicht entsprechend weiterentwickelt?

    Immer noch Punkt 2: Information und Baustellen. Es gibt z.Zt. für KBS 930/931 einen Baustellenfahrplan. Nur: wenn ich unterwegs bin – zur HVZ – funktioniert der überhaupt nicht. Verspätungen ggü. Baufahrplan nochmals 15 und mehr Minuten. Selbst mit allen Online-Infos kann ich nicht vorhersagen, welche Züge dann plötzlich auf “Ausfall” wechseln, weil irgendein FDL entschieden hat, dass er die Verspätung nicht in die nächste Zugleistung übertragen will. Die Entscheidung mag betrieblich richtig sein – für die Kunden entsteht das Bild eines komplett fahrplanlosen Betriebs, einer völlig unberechenbaren DB (also worst case).

    Punkt 3: Baustellen und Störfälle allgemein. Ich verstehe, dass bei Bauarbeiten am Münchner Ostbahnhof Linien aus dem Stammstreckentunnel genommen werden. Also ist es ok, wenn die S1 von Freising kommen am Hbf endet. Was ich aber nicht verstehe, ist, dass nicht die Weichen zwischen Donnersberger- und Hackerbrücke genutzt werden, um in den Hbf zu fahren, sondern dass auch die Stationen Laim, Hirschgarten und Donnersbergerbrücke nicht angefahren werden. Insbesondere das Auslassen von Laim ist für Umsteiger Richtung Westen eine große Belastung. Was ich überhaupt nicht verstehe, ist, dass auf Nachfrage per E-Mail nicht geantwortet wird.
    Ähnliche Situation: letzte Woche, Personen im Gleis am Leuchtenbergring. Das ist blöd, und die DB ist nicht schuld. Aber warum muss deshalb die S1 von Freising kommend in Moosach enden – am anderen Ende der Stadt und ewig weit weg vom Leuchtenbergring? Es entsteht der Eindruck, dass aus Bequemlichkeitsgründen auf Standardprogramme zurückgegriffen wird, die nicht richtig zur Situation passen. Es entsteht der Eindruck, dass der impact für die Kunden für die Verantwortlichen bei der DB eher dritt- als zweirangig ist. Und es entsteht der starke Eindruck von Beratungsresistenz (“wir wissen es nunmal besser als die Fahrgäste”).

    Punkt 4: Infrastruktur und “Zugdichte viel zu hoch”. Das gilt m.E. zwischen München und Freising. Die am stärksten belastete Zulaufstrecke auf München ohne eigene S-Bahn-Gleise. Klar, Versagen von Bund und Freistaat Bayern, dass das nicht ausgebaut wurde und laut BVWP nicht ausgebaut werden soll. Aber welche Institution außerhalb der zuständigen Verkehrsministerien beeinflusst am stärksten, für welche Strecken Ausbaupläne aufgestellt werden und für welche nicht? Für mich ist das ganz klar die DB! Warum also wurde nicht spätestens vor 10 Jahren gesagt “lieber Minister, wir haben da ein Problem – die Strecke ist an der Lastgrenze, und es ist völlig unmöglich das Verkehrswachstum der kommenden Jahre mit der vorhanden Infrastruktur aufzufangen”? Jetzt ist es zu spät – alle haben resigniert und die Pendler wandern wieder vermehrt auf die Straße ab. Worst Case! Versagen auf allen Ebenen!

    Wenn dieser Kommentar jetzt den Eindruck erweckt, dass ich frustriert bin, dann ich dieser Eindruck nicht ganz falsch. Die DB frustriert mich. Zunehmend. Über den Status, dass ich das an mir abprallen lassen konnte, bin ich inzwischen hinaus.

    • Tim sagt:

      Guten Tag Zweifler,

      erstmal vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar.

      Allerdings möchte ich mal betonen, dass du dich lediglich auf den Bereich München und Umgebung beziehst. Dann sagst du, dass die DB aus Bequemlichkeit Züge enden lässt?
      Schade, dass du das so siehst. Für jede Störung, für jedes Szenario ist eine Art Notfallplan hinterlegt, der sorgfältig geplant worden ist und dann sofort greift.

      Die Vorteile:
      -> Jeder weiß was er tun muss
      -> Schnelle Informationen bei den Kunden
      -> Nach Störungsende kann der Betrieb sehr schnell wieder aufgenommen werden

      Desweiteren entscheidet ein Fahrdienstleiter nicht ob ein Zug ausfällt. Das liegt beim Eisenbahnverkehrsunternehmen. Der Fahrdienstleiter handelt auf Anweisung.

      Eine kleine Empfehlung noch zum Schluss: Schau vielleicht mal beim Tag der offenen Tür in der Betriebszentrale München vorbei, damit du mal mitbekommst, was dort abgeht.
      Kein Mitarbeiter der Deutschen Bahn handelt mit Absicht gegen den Kunden!

      Beste Grüße
      Tim

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