7. Dezember 2015

5 Fakten zum neuen ICE 4

5 Fakten zum neuen ICE 4

Am Freitag, den 04.12.2015, hat die Deutsche Bahn am „Zukunftsbahnhof“ Berlin Südkreuz die neue ICE-Flotte für 2017 vorgestellt. Es handelt sich hierbei um die Baureihe 412. Aus ICx wird ICE 4 und damit ein weiterer Schritt in Richtung neuen Fernverkehr.

Der ICE 4 bringt viele Neuerungen mit, setzt aber auch gleichzeitig auf altbewährte Techniken. Ziel der Deutschen Bahn war es mit einen richtungsweisenden Design und Verbesserungen ein Angebot für die Kunden auf die Beine zu stellen, was in allen belangen für das Verkehrsmittel Bahn spricht. Hat die Deutsche Bahn das mit dem ICE 4 geschafft?

Allgemeine Informationen zum ICE 4

  • Name: ICE 4 (BR 412)
  • Geschwindigkeit: max 250 km/h
  • Länge: 346 Meter
  • Einzelne Wagen: 12
  • Sitzplätze: 830 (1. Klasse: 205/2. Klasse: 625)

Ist der ICE 4 die Zukunft?

Ich habe mir die Verbesserungen etwas genauer angeschaut und möchte euch neben meinen 5 Fakten auch noch einiges dazu erzählen. Starten wir beim Design. Hier streiten sich schon seit dem ersten Foto die Geister. Auch ich finde, dass der Zug nicht schön ist. Allerdings ist das Geschmackssache und wenn man sich mal anschaut, wie Züge in Science-Fiction Filmen aussehen, fährt die Deutsche Bahn mit ihrem zukunftsweisenden Design einen guten Weg. Weiter mit der Technik. Mit einem neuen Antriebskonzept namens „Powercars“ kommt der ICE 4 daher. Das heißt: Nicht jeder von den 12 Wagen ist für den Antrieb zuständig. Von 12 Wagen sind 6 mit den „Powercars“ ausgestattet. Die anderen 6 Wagen sind Laufwagen und laufen einfach nur mit. Durch dieses Antriebskonzept wird zudem deutlich Energie gespart.

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Auch bei der Klimaanlage hat sich etwas getan. Bisher setzte die Deutsche Bahn immer auf ein einkanaliges System, dass bei einem Ausfall gar nicht mehr funktionierte. Im neuen ICE verbaut man erstmals ein zweikanaliges System. Das ermöglicht eine höhere Temperaturspanne, die sich der ICE aussetzen kann. Zudem ist mit dem zweiten Kanal eine Rückfallebene geschaffen, wenn der erste Kanal ausfallen sollte. 

Wichtig finde ich auch die Technik und das Platzangebot für mobilitätseingeschränkte Personen. Der ICE 4 hat eine Rollstuhlrampe fest an Board verbaut, den die Person per Druckknopf am Bahnsteig anfordern kann. Ebenfalls wurden extra Plätze für eben mobilitätseingeschränkte Personen geschaffen, sodass die Person mit ihrem Rollstuhl direkt am Tisch „parken“ kann. Natürlich wird auch das neue Fahrgastinformationssystem in den neuen ICE 4 eingebaut. Hinzu kommen aber noch weitere Bildschirme, sodass die Reisenden von nahezu überall auf diese Informationen zurückgreifen können. Bis die Bahn-Kunden die neue Baureihe benutzen können, dauert es allerdings noch bis Dezember 2017.

Was haltet ihr vom neuen ICE 4? Schreibt mir eure Meinung in die Kommentare!

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Alle Informationen zum neuen ICE 4 mit der gesamten Innenausstattung gibt es hier!

 

 

Bilder: Deutsche Bahn Presse

#Deutsche Bahn#ICE 4#InterCity-Express#Reisen#Zukunft
Tim Grams
Der bloggende Bahner – Für mehr Verständnis im Bahn-Betrieb!
27 Kommentare
  • Matthias sagt:

    Wie kann es sein das die Führerstände nur antriebslos mitrollen?? Gerade von ihnen gehen doch die Impulse aus eigentlich damit sich der Zug überhaupt in Bewegung setzen kann.

    • Matze sagt:

      Ist bei einem Wendezug doch auch das der Lokführer im Steuerwagen sitzt und die lok schiebt den Zug und die lok wird vom Steuerwagen angesteuert. ICE 2 hat ja auch nur einen triebkopf.

      • Thomas Minar sagt:

        Hallo Matze
        Kleine Ergänzung:
        Ein Triebkopf ist letztendlich eine Lokomotive mit einem Endführerstand. Weil solch ein Fahrzeug aber nicht der Baubeschreibung einer Lok entspricht, brauchte das „Kind einen neuen Namen“. Der Triebkopf war geboren.

    • Tim sagt:

      Guten Tag Matthias,

      ich denke der Matze hast das von dir angesprochene Problem schon sehr gut beschrieben. Es heißt ja nicht nur weil die Triebköpfe mitlaufen, dass man von dort aus den Antrieb nicht steuern kann.

      Beste Grüße
      Tim

    • Pascal Fuchs sagt:

      Ist genauso wie beim steuerwagen vom ICE 2 und IC 1/2. Dort ist es ja nicht anders, wenn die Steuerwagen an der Spitze laufen.

    • mibu sagt:

      Naja, in einem Triebzug – gerade mit sehr vielen Sitzplätzen – bleibt sehr wenig Platz für die Technik; Gerade die „Führerstände“ brauchen davon sehr viel, so das in diesem Wagen kein Platz für „Antrieb“ bleibt.
      Was die Kräfte anbelangt (Stauchung/Streckung) -> diese Triebzüge sind „fest und starr“ gekuppelt, so das es keine Rolle spielt von wo die Kraft kommt…

  • Timo sagt:

    Also das 6 Wagen mit „Powercars“ ausgestattet sind ist nicht ganz richtig. Es sind wenn 6 Powercars je Zug. Die Idee ist auch nicht ganz neu.

    • Tim sagt:

      Guten Tag Timo,

      vielen Dank für dein Feedback. Mich würde dann aber auch interessieren, wo diese Powercars schon verbaut sind, wenn die Idee nicht ganz neu ist?

      Beste Grüße
      Tim

    • mibu sagt:

      Ich meine – in der Form – schon was neues;
      Diese Powercars sind an sich wirklich eigenständig (Trafo+Umrichter+Antrieb); War bei anderen Konzepten immer verteilt auf mehrere „Wägen“

    • Patrick sagt:

      Die Baureihe 646 zum Beispiel hat auch ein Powercar in der Mitte der zwei Triebköpfe das für Vortrieb sorgt.

  • […] unseres Konzerns“, erklärte DB-Chef. Einen ersten Eindruck könnt Ihr bei meinem Bahn-Bloggenden-Kollegen Tim […]

  • Thomas Minar sagt:

    Hui !!! Welch ein durcheinander.
    Lokomotive-ca.10.000PS-abzüglich Eigenverbrauch und Leistungsreserve für den Stromverbrauch der Reisezugwagen bleiben ca. 8000PS für den Antrieb. Also 2000PS pro Achse. Das ist das Problem. Die modernen Loks sind so leicht, dass sie die Kraft bei schlüpfrigen Schienen eben nicht mehr auf die Schienen bekommen. Die Räder drehen durch.
    Abhilfe verspricht eine Art von „Allradzug“. Viele Antriebsmotoren im ganzen Zug verteilt. Das bedeutet weniger Leistung pro angetriebene Achse = keine durchdrehenden Räder mehr = mehr Beschleunigung auf der Schiene. Das ist das neue Problem. In/unter/auf den Reisezugwagen gibt es noch nicht genug Platz um jeden Wagen einzeln anzutreiben. Die benötigten Bauteile sind noch zu groß. Somit sind ab Baureihe 403 und 411 die vorgestellten Lösungen als Zwischenlösung anzusehen. Warum gerade die Endwagen keinen Antrieb haben? Da ist jede Menge eingebaut: AFB-PZB-LZB-ETCS und, und, und. Alles braucht Platz.
    Übrigens: Powercar ist nur eine Produktbeschreibung des Herstellers. Selbst bei der Hamburger S-Bahn, BR472/473, ist der Mittelwagen eines 3teiligen Triebzuges ein vollständiges Triebfahrzeug, bei dem lediglich keine Führerstände eingebaut wurden. Ein Powercar eben.
    Und das seit Ende der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts.

    • Tim sagt:

      Hallo Thomas,

      ich weiß zwar nicht, warum du hier eine Lokomotive mit einem ICE vergleichst aber gut.
      Danke trotzdem für deine Ideen und Anregungen. Der Vorschlag mit dem „Allradzug“ ist sehr spannend.

      Das Konzept „Powercars“ gab es in dieser Form garantiert noch nicht Ende der 70er Jahre.

      Beste Grüße
      Tim

      • Thomas Minar sagt:

        Nun. Ich bin im Februar 1982 bei der Bahn eingestiegen. Als Berufsanfänger mussten alle Hamburger Lokführer grundsätzlich bei der S-Bahn anfangen. Da gab es diese Baureihe schon.
        Und was soll schon der Unterschied zwischen einem S-Bahn-Mittelwagen mit eigenen Antrieb, eigener Druckluftversorgung, eigener Stromversorgung …. und einem „Powercar“ sein, auch wenn ein solcher Wagen schönere Sitze, Klimaanlage und Sanitäreinrichtung hat?

  • Lars Gregorius sagt:

    Also laut Siemens ist „Powercar“ Nichts anderes als zb beim ICE3 die 4 Wagen die zusammenhängen. Hier ist ein Wagen der alles hat was vorher in 4 Wagen war.
    Vorteil daran ist das du die Länge des Zuges ohne weiteres Verlängern / Kürzen kannst, versuch das mal beim 3er 🙂 Ein Laufwagen mehr, kein Problem, Antrieb mehr, kein Problem, etc.
    http://www.hochgeschwindigkeitszuege.com/deutschland/icx.php
    Zitat:
    Das Konzept ist im Grunde genommen nicht neu, denn bereits beim ET 403 aus den siebziger Jahren war jeder Wagen im Prinzip eine eigenständige Lokomotive. Beim ICE 3 bilden dagegen jeweils vier Wagen zusammen genommen eine Antriebseinheit.

    • Tim sagt:

      Guten Tag Lars,

      ich stimme dir bei deinem Kommentar und Feedback zu.
      Allerdings wurde diese Art von Powercars zuvor noch nie verbaut und daher kann man diese durchaus als neu bezeichnen.

      Beste Grüße
      Tim

  • Ruxpen 64 sagt:

    Also der ICE 4 sieht schon den Talent 2 ein bisschen enlich von der Front her

  • Thomas Minar sagt:

    Richtig.
    Diese ulkige Formgebung, die als Ausgangspunkt tatsächlich vom Schnabel einer Ente abgeleitet ist, hat sich als aerodynamisch günstige Form bewiesen. Spontan denken wir bei Windschlüpfrigkeit doch meistens an einen Pfeil; doch sobald der Raum hinter der Spitze größer werden muss ( z.B. für Fahrgast- oder Frachtraum ) ändert sich die aerodynamische günstige Form drastisch.
    Mit der Natur bauen ist wohl doch am Ende besser, als gegen sie zu bauen.

  • Armin sagt:

    Hallo zusammen,

    was mich interessiert: wie sieht’s mit dem Innenraum und hier speziell mit dem Platzangebot aus? Es gibt bislang viele widersprüchliche Informationen bzgl.
    – Sitzplatz-Beinfreiheit (mehr oder weniger als BR 403-411)
    – Sitzkomfort, Sitzform wie in der 407?
    – Aufteilung in Abteile oder nur Großraum
    – gibt’s Sonderabteile, -Bereiche für Familien oder lediglich Plätze im Großraum?
    – Restaurant oder bloß Bistro
    – Beleuchtung Innenraum

    Habt ihr hier konkrete Informationen oder links?
    Danke und Grüße

    • Tim sagt:

      Hallo Achim,

      Danke für die ganzen Fragen!
      Da der Zug erst Mitte September vorgestellt wird, kann ich dir auch da erst Antworten auf diese Fragen geben!

      Bitte noch etwas Geduld!

      Beste Grüße
      Tim

    • Jan sagt:

      Hallo Achim, also der Zug hat ein vollständiges Bordrestaurant. Die Beleuchtung ist der jeweiligen Tageszeit angepasst. Der Platz zwischen den Sitzen ist ungefähr wie im 411 oder 415. Es gibt keine Anteile ausser das Kleinkindabteil. In Wagen 10 befinden sich die 4 Rollstuhlplätze und demnach ist auch in diesem Wagen der Lift verbaut. Es gibt ein Sonderabteil welches aber nur durch Bordpersonal genutzt werden kann.

  • Jürgen sagt:

    Im Vergleich zum ICE1 und ICE3 ist die Windschutzscheibe deutlich kleiner geworden. Die Windschutzscheibe wirkt wie ein kleines Guckloch in einer Höhle. Die Breite fehlt komplett. Gibt es da keine Beschwerden von den Lokführern? Ich bin erstaunt, dass das erlaubt ist, so wenig zu sehen.
    https://youtu.be/MNaE0JnCEjY?t=60
    https://www.youtube.com/watch?v=IeyprFQX3_M

    • Tim sagt:

      Hey Jürgen!

      Bisher habe ich keine Beschwerden mitbekommen und ich habe mit einigen Lokführern bereits gesprochen.
      Ich stimme dir zu, dass der Ausblick auf dem Führerstand beim ICE 4 deutlich eingeschränkt ist.

      Beste Grüße
      Tim

  • […] Abschluss noch ein paar Fakten zum ICE 4. Der neue ICE ist 346 Meter lang und hat 12 Wagen. Angetrieben wird er durch sogenannte […]

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