10. Mai 2016

4 Dinge, an denen ich arbeite für mehr Verständnis im Bahn-Betrieb

4 Dinge, an denen ich arbeite für mehr Verständnis im Bahn-Betrieb

Der bloggende Bahner kämpft für „Mehr Verständnis im Bahn-Betrieb“. Aber was bedeutet das eigentlich? Welche Aufgaben erfülle ich bei meiner Arbeit als Blogger? Ich möchte dir vier dieser Dinge etwas genauer vorstellen und erklären.

Das Problem ist klar.

Zu viele Bahn-Kunden, aber auch einige Bahn-Mitarbeiter, haben nicht das Wissen, was man braucht, um mehr Verständnis im Bahn-Betrieb aufzubringen. Es fehlt schlicht und einfach an Hintergrundwissen. Aber woher soll man das auch bekommen.

Nur weil jemand täglich von Hamburg nach Berlin pendelt oder als Personalreferent/in für die Deutsche Bahn arbeitet heißt das noch lange nicht, dass diese Personen die Deutsche Bahn verstehen. So hart sich das auch anhört, aber es ist die Wahrheit.

Unwissenheit ist die eine Sache. Willen, das System Bahn zu verstehen, die andere. Wenn der Bahn-Kunde oder auch Bahn-Mitarbeiter (was echt schade wäre) nicht verstehen und lernen möchten, was sich hinter dem Bahn-Betrieb so alles versteckt, kann er genau hier aussteigen.

Denn alles weitere würde die Denkweise der Person nicht verändern. Aber du bist ja nicht so einer, deshalb sage ich dir jetzt, was “Mehr Verständnis im Bahn-Betrieb” ausmacht.

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Der Bahn-Betrieb hat unfassbar viele Facetten

Weichenstörung. Nahezu jeder Bahn-Kunde wird dieses Wort schonmal gehört oder gelesen haben. Doch was steckt eigentlich dahinter? Genauso auch das Thema „Vandalismus“ oder “Notarzteinsatz am Gleis“.

Diese drei Einflüsse sind eben nur drei der vielen Störungen, die sich auf den Bahn-Betrieb auswirken können. Dass Vandalismus einen ganzen Zug betreffen kann, wenn zum Beispiel Fußballfans randaliert haben oder ein Streckenabschnitt stilllegen kann, weil Menschen „Masterden“ gestohlen haben, die dann für Geld weiterverkauft werden, darf nicht vergessen werden. Auch ein Notarzteinsatz am Gleis ist keine Sache von fünf Minuten, genauso auch eine Weichenstörung.

Ich betone nochmal: Das sind nur drei Aspekte, die den Bahn-Betrieb massiv beeinflussen können und sich dadurch natürlich auch auf die Kunden auswirken, die dadurch mit Verspätungen am Ziel eintreffen und gegebenenfalls Anschlusszüge verpassen. Das ist soweit klar. Es muss vor allem der Wille da sein, zu verstehen, dass der Bahn-Betrieb mehr als nur ein komplexes System ist.

Um Hintergründe aufzuklären und für mehr Verständnis im diesem komplexen Bahn-Betrieb zu sorgen, bin ich da.

Mit diesen 4 Dingen kämpfe ich für mehr Verständnis im Bahn-Betrieb

Dieses Wort „kämpfen” mag dem ein oder anderen bestimmt nicht gefallen, aber ich definiere es ganz klar so, weil die Medien immer wieder gegen die Deutsche Bahn polarisieren ohne auch nur einen blassen Schimmer zu haben, was wirklich los ist.

Doch nicht nur den Medien geht es so, auch zahlreiche Bahn-Kunden lassen sich täglich in den sozialen Netzwerken über die Deutsche Bahn aus. Es ist also an der Zeit für…

1) Aufklärung

Dieser Blog ist mein Mittel, meine Plattform für mehr Verständnis im Bahn-Betrieb. Das Internet bietet unbegrenzte Möglichkeiten. Jeder kann lesen, was ich hier schreibe und somit hat auch jeder Zugang zu meinen aufklärenden Beiträgen. Egal zu welchem Thema.

Mit über 200 Beiträgen bietet dieser Blog ein breitet Spektrum an Grund- und Hintergrundwissen zu den unterschiedlichsten, aber auch wichtigsten Themen im Bahn-Betrieb. Du willst wissen, was eine Weichenstörung auslösen kann, dann les hier nach. Du brauchst ein Basiswissen über die Deutsche Bahn, damit du den Grundaufbau verstehst, dann bist du hier richtig.

Doch es gibt nicht nur die Möglichkeit der Beiträge in Textform. Es gibt etwas, was schneller, einfacher und besser Informationen für euch bereithält und trotzdem jederzeit abrufbar ist. Das sind die…

2) Videos

Auf YouTube biete ich ebenfalls über 200 kostenlose Videos zu unterschiedlichsten Bahn-Themen an. Teilweise ergänzen sich die Themen mit meinem Blog, andererseits bieten sie völlig neue Perspektiven zum Bahn-Betrieb.

Dich interessiert, was mit einem leeren ICE passiert, wenn dieser seinen Endbahnhof erreicht hat, dann schau dir diese Doku an. Du willst wissen, was ein Fahrdienstleiter für Aufgaben hat, hier ist das Video dazu. Und dann wäre da noch der Fernbusmarkt, der immer stärker wird in Deutschland, hier findest du meinen Test.

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Wie du siehst, das Internet bietet für dieses Thema „Mehr Verständnis im Bahn-Betrieb“ endlose Möglichkeiten der Aufklärung. Aber ich nutze nicht nur das Internet, sondern bin auch…

3) Aktiv im Zug

Das ist etwas, was ich schon in meiner Ausbildung probiert habe. Da gab es diesen Blog noch nicht. Dennoch waren diese Gespräche im Zug mit den Bahn-Kunden der Grund für die Gründung meines Blogs.

Ja, ich habe wirklich im Zug mit den Bahn-Kunden gesprochen. Ich habe gefragt, ob ich erklären darf, woran es liegt, dass wird gerade fünf Minuten Verspätung bekommen haben. Ich habe teilweise eine ganze Fahrt (45 Minuten) über die Deutsche Bahn mit den Kunden diskutiert und probiert aufzuklären.

Manchmal mit Erfolg, machmal ohne Erfolg. Aber ich habe mich nicht unterkriegen lassen und habe weiter gemacht. Deshalb stehe ich heute hier und kämpfe für mehr Verständnis im Bahn-Betrieb.

Das war noch nicht alles, es gibt nämlich noch eine weitere tolle Option für mehr Verständnis zu kämpfen. Dafür kommen wir wieder zurück zum Internet und beschäftigen uns mit…

4) Social-Media

In meinem Beitrag „14 Fakten über den bloggenden Bahner“ habe ich es bereits geschrieben: „Ich liebe Social Media“. Die Einsatzmöglichkeiten sind unglaublich vielfältig und auch hier spielt das Wort Erreichbarkeit eine große Rolle. So viele Menschen nutzen Facebook, Twitter und auch YouTube (wie bereits in Punkt 2 schon erwähnt).

Ein Beitrag, nur auf meinem Blog, würde nicht das gewünschte Publikum erreichen. Wie schon gesagt: Viele Bahn-Kunden sind in sozialen Netzwerken unterwegs und lassen ihrem Frust freien Lauf.

Das ist also die perfekte Anlaufstelle für mein Motto, meine Aufgaben und mein Ziel. Schnell hat sich zudem eine großartige Community herauskristallisiert, die mich dabei unterstützt und meine Beiträge teilt. Dadurch werden mehr und mehr Menschen erreicht. Deswegen schätze ich Social-Media so.

Mit großem Aufwand und mit etwas Geschick kann man seine Zielgruppe finden und die relevanten Informationen zur Verfügung stellen. Bist du auch schon Teil meiner Community? Wenn nicht, schau doch mal auf Twitter oder Facebook vorbei.

Das war’s erstmal

Jetzt hast du einen noch tieferen Einblick in meine Arbeit bekommen. Wofür ich kämpfe, welche Aufgaben ich erledige und welche Plattformen ich nutze.

Es bleibt weiterhin mein Ziel die Menschen, vor allem Bahn-Kunden, aber auch Bahn-Mitarbeiter, mit Hintergrundinformationen zu versorgen und dadurch aufzuklären, dass hinter dem Bahn-Betrieb mehr steckt, als die Meisten immer wieder denken.

#Aufklärung#Bahn-Betrieb#Der bloggende Bahner#Deutsche Bahn#Mehr Verständnis im Bahn Betrieb
Tim Grams
Der bloggende Bahner – Für mehr Verständnis im Bahn-Betrieb!
7 Kommentare
  • Christian sagt:

    Ich bewundere dein Einsatz für mehr Aufklärung. Nur eins solltest du dir vor Augen führen. Viele Menschen (nicht alle) sind blind für die Wahrheit. Sie glauben das, was sie irgendwo lesen und schliessen sich sehr schnell einer allgemeinen Meinung an. Nicht nur beim Thema Bahn. Woran liegt das? In meinen Augen daran, das viele Menschen viel leichter beeinflussbar geworden sind bzw. gemacht wurden und werden. Wenn ich z.B. am Nachtmittag durchs Privat-TV schalte, gibt es Sendungen, die die Verdummung der Gesellschaft geradezu unterstützen. Viele Menschen lassen sich davon nicht beeinflussen. Aber leider wird die Anzahl derer, die beeinflussbar sind größer. Der große Fehler, man wird faul und hinterfragt nicht mehr. Kann eine Aussage in den Medien oder in den sozialen Netzwerken wirklich so stimmen? Leider stellen sich immer weniger Menschen diese Frage.
    Du siehst die sozialen Netzwerke als Chance, ich sehe sie zum Teil als Gefahr. Es wird immer leichter, die Meinung von Menschen zu manipulieren z.B. durch FakeNews.
    Wie gesagt, ich schätze dein Engagement für Aufklärung beim Thema Bahn. Leider wird die Anzahl, die Verständnis haben, geringer. Dafür die Anzahl, die Gleichgültig und Egoistisch durch Leben gehen, größer. Wenn man mit öffenen Augen durch Leben geht, sie man das z.B. im Straßenverkehr oder beim Einkaufen deutlich.

    • Tim Grams sagt:

      Hi Christian, vielen Dank für deine Rückmeldung zu meiner Arbeit. Ich möchte dir hier auch teilweise zustimmen. Ich glaube, dass es als Absender zu Bahn-Themen generell schwieriger ist für Verständnis zu werben, da die DB eine negative Stellung in der Gesellschaft hat. Als Haribo oder Ritter Sport wäre es etwas einfacher. Ich habe schon viele Leute überzeugen können. Sowohl harte Kritiker als auch unentschlossene. Daher kommt es aus meiner Sicht nur auf die Art und Weise an, wie man etwas darstellt und darüber berichtet.

      Ich stimme dir zu, dass wir mit Social Media auch vielleicht ein Problem in der Berichterstattung haben können, da vieles nur sehr oberflächlich gelesen wird. Da können wir aber nichts gegen tun, sondern müssen noch aktiver werden um für Verständnis zu kämpfen.

      Beste Grüße
      Tim

  • senka sagt:

    neulich mal ne gruppe angehender lokführer gehabt 😉 lustig wie häufig die schrieben, das die wegen stau etwas später kommen würden 😉 die haben wachsendes hintergrundwissen 😉 aber die ironie… ;3 ich mein, wenn jeder mitm auto kommen würde, würde man merken wie verständnislos der arbeitgeber dann wäre 😉 ich denke da immer ans grenzgehen zur schweiz.. da sind 30 km ne sache von 2 stunden.. das jede woche ohne jegliche einflüsse.. da muss man seinem chef nicht die bahn als schuldigen beschimpfen.. da muss man halt ab und zu noch länger zeit einplannen..
    was wirklich zu bemängeln wäre, ist einfach die sparpolitik, das dobrinth nicht nachhaltig denkt.. das vieles seitens db zusätzlich unnötig hausgemacht ist.. und das problem haben viele eisenbahnen.. das die möglichkeiten kaput macht.. japan war n super beispiel, das eisenbahn für infrastrukturwachsel nicht wegdenkbar ist! wenn dr grube meint, lokführer werden mit robotern ersetzt und dann der ganze berlin tower ja sagt, ists halt mager, was dabei rauskommt..
    statt bahnbashen sollte man die eisenbahn als das sehn was es ist, mehr als ein beförderungsmittel. Und eine fast schweizer menthalität aufsetzen, das man seine eisenbahn liebt und nicht unnötig auch noch kaputtritt.. irgendwann ists wie bei den engländern futsch, ala tatcher..

    • Tim Grams sagt:

      Hi Senka,

      vielen Dank für dein ausführliches und wichtiges Feedback zu diesem Thema.
      Ich stimme dir teilweise zu. Es ist wichtig, dass man das große Ganze betrachtet und nicht dort investiert, wo nicht das Kerngeschäft ist.
      Wichtig ist es genau dieses voranzutreiben um in den nächsten Jahren sowohl attraktiv auf der Schiene, aber auch als Arbeitgeber aufgestellt zu sein.

      Dazu kommt aber noch die Veränderung der Mobilität. Autonome Autos werden den gesamten Mobilitätssektor aufmischen und die Bahn muss dort rein, da sie ein Know-How mitbringt, was kaum jemand anderes in diesem Sektor hat. Schauen wir, wie sich alles entwickelt.

      Danke dir und beste Grüße
      Tim

  • Matthias sagt:

    Das Problem ist eigentlich, selbst wenn ich das Hintergrundwissen habe hilft es mir wenig. Denn ich kriege trotzdem Ärger von meinem Chef wenn ich zu spät komme, egal ob ich nun weiß das Herbstlaub die Weiche verstopft hat. Mein Chef wird deswegen nicht kulanter oder nachlässiger bei Verspätungen sein. Mir fehlt da ein bisschen dein Verständnis für die Kunden. Das sie irgendwann gefrustet sind weil die Bahn einfach unzuverlässig und unpünktlich ist ist doch wohl mehr als verständlich, oder nicht? Der Großteil fährt ja nicht aus Spaß mit der Bahn. Sie ist lediglich Mittel zum Zweck. Und immer wieder lese ich im Social Media das Leute die eigentlich Bahn fahren auf das Auto umsteigen mussten weil es mal wieder nicht lief. Das dann irgendwann die Fahrkarte bei der Bahn aufgegeben wird ist logisch wenn sich andauernd die Probleme häufen.

    Ich schreibe das deshalb weil es für mich so klingt als würde dich das nerven das die Fahrgäste über Social Media ihren berechtigten Frust ablassen.

    Das ist alles Zeit die einem als Pendler verloren geht, dementsprechend makaber klingt der Slogan der Bahn “Diese Zeit gehört dir” für den leidgeplagten Kunden.

    Das Aufklärung wichtig und notwendig ist bin ich absolut dafür. Du solltest nur nicht die Sichtweise der Kunden vergessen die täglich mit der Bahn fahren und ziemlich oft gefrustet sind. Denn ohne Kunden keine Bahn.

    • Tim sagt:

      Hallo Matthias,

      ich vergesse garantiert nicht die Sichtweise der Kunden. Ich bin selber 50.000 Schienenkilometer pro Jahr und in Zukunft noch mehr unterwegs. Ich kenne die Kundenperspektive. Das Problem ist, dass viele Kunden nicht die Perspektive eines Fahrdienstleiters, Lokführers oder Zugbegleiters kennen. Die Kunden die Ahnung und Verständnis haben, schreiben nichts in den Netzwerken und wenn etwas mit Hand und Fuß!

      Ich kann voll und ganz verstehen, wenn der Chef das nicht duldet.

      Beste Grüße
      Tim

  • […] sind die Probleme schon länger und mit dem Konzept „Zukunft Bahn“ und der Digitalisierung 4.0 nimmt man sich dieses Thema explizit vor. Großes Aufhorchen habe […]

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